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Minister Haseloff würdigt Verdienste von Philipp Melanchthon

epd-Meldung

Wittenberg (epd). Der Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, hat Leben und Werk von Philipp Melanchthon (1497-1560) gewürdigt. Melanchthon sei ein "großer Humanist und theologischer Denker" gewesen, der lange zu Unrecht im Schatten Martin Luthers gestanden habe und als "Außenminister der Reformation" gelte, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Wittenberg. Dort nahm er an der Eröffnung einer Messe für spirituelle Tourismusangebote im Rahmen der bundesweiten Lutherdekade teil.

Unter dem Motto "Christen unterwegs in Wittenberg" können beispielsweise Reisen für Kulturinteressierte, Pilger, Kirchengemeinden, Chöre und Konfirmandengruppen gebucht werden. Einbezogen sind nach Angaben des federführenden Vereins "TourismusRegion Wittenberg" neben Wittenberg auch die Nachbarstädte Coswig, Gräfenhainichen und Torgau.

Zu dem Programm gehören Stadtführungen zu den Originalschauplätzen der Kirchenreformation, abendliche Gastmahle mit Tischreden wie zu Luthers Zeiten und Orgelkonzerte. Präsentiert werden die Angebote bis Donnerstag in der Wittenberger Universitätsstiftung "Leucorea". Die bundesweite Lutherdekade, die im September 2008 in Wittenberg eröffnet wurde, soll mit Tagungen, Vorträgen, Ausstellungen, Konzerten und öffentlichen Festen auf das 500-jährige Reformationsjubiläum 2017 einstimmen.

Zum Auftakt der Messe wurde auch das deutschlandweite Melanchthon-Gedenkjahr thematisiert. Höhepunkt des Melanchthonjahres ist ein Festwochenende im April in Wittenberg mit führenden Repräsentanten aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Anlass ist der 450. Todestag Melanchthons, der zusammen mit dem Kirchenreformator Martin Luther (1483-1546) die Wittenberger Universität "Leucorea" geprägt hat. Besondere Verdienste erwarb sich der Gelehrte, der in Wittenberg starb, durch seine Ideen für ein neues Schul- und Bildungswesen.

Zur Person

Wer war Philipp Melanchthon? Wie müssen wir ihn uns vorstellen? Als Theologe schrieb er die erste Systematik der neuen, reformatorischen Theologie.
Wunderkind hat man ihn gerufen und Martin Lutehr nannte ihn mit Vorliebe "den kleinen Griechen".

Spurensuche

Nicht nur in Deutschland hat Melanchthon seine Spuren hinterlassen und Kirche und Gesellschaft geprägt. Tipps und Hinweise für Reisen im Melanchthonjahr.

Bildung und Politik

Melanchthons Einflüsse auf Politik, Gesellschaft und Bildung sind auch heute noch deutlich erkennbar. Dass Gmynasien nach dem "Lehrer Deutschlands" benannt werden, ist da schon fast etwas Alltägliches.


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 10. August 2016 12:57