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Evangelische Kirche feiert Reformator Melanchthon

epd-Meldung

Frankfurt a.M. (epd). Die Evangelische Kirche erinnert im kommenden Jahr an den Reformator Philipp Melanchthon (1497-1560). Anlass ist dessen 450. Todestag. Start des Melanchthonjahres ist ein ökumenischer Gottesdienst mit dem badischen Landesbischof Ulrich Fischer und dem katholischen Erzbischof Robert Zollitsch am Reformationstag (31. Oktober). Er findet in Melanchthons badischer Geburtsort Bretten statt. Im Anschluss daran ist ein Festakt mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU) geplant.

Höhepunkt des Melanchthonjahres ist ein Festwochenende in der Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt vom 16. bis 19. April. Dabei stehen unter anderem ein Fernsehgottesdienst, Theateraufführungen und Tagungen zu Melanchthon auf dem Programm. Auch die Evangelische Landeskirche in Baden plant gemeinsam mit der Melanchthonakademie in Bretten eine Reihe von Veranstaltungen.

Melanchthon habe immer versucht, Brücken zur katholischen Kirche zu bauen, sagte der badische Landesbischof Fischer. Anders als Martin Luther habe Melanchthon allerdings die Einheit der Kirche wahren wollen.

Das Melanchthonjahr 2010 gehört zum Themenjahr "Reformation und Bildung" der sogenannten Lutherdekade. Bis 2017 steht jedes Jahr unter einem eigenen Hauptthema. Melanchthon passe wegen seiner großen Verdienste im Bildungswesen gut zu diesem Motto, sagte der Wittenberger Prälat Stefan Dorgerloh dem epd.

Philipp Melanchthon war ein Weggefährte von Martin Luther und unterstützte dessen Reformation. Nach Luthers Tod übernahm er eine Führungsrolle im Protestantismus. Darüber hinaus war Melanchthon Rektor der Universität Wittenberg. Wegen seiner großen Verdienste im Bildungswesen galt Melanchthon schon zu Lebzeiten als "Praeceptor Germaniae" (Lehrer Deutschlands). Er starb am 19. April 1560.

Zur Person

Wer war Philipp Melanchthon? Wie müssen wir ihn uns vorstellen? Als Theologe schrieb er die erste Systematik der neuen, reformatorischen Theologie.
Wunderkind hat man ihn gerufen und Martin Lutehr nannte ihn mit Vorliebe "den kleinen Griechen".

Spurensuche

Nicht nur in Deutschland hat Melanchthon seine Spuren hinterlassen und Kirche und Gesellschaft geprägt. Tipps und Hinweise für Reisen im Melanchthonjahr.

Bildung und Politik

Melanchthons Einflüsse auf Politik, Gesellschaft und Bildung sind auch heute noch deutlich erkennbar. Dass Gmynasien nach dem "Lehrer Deutschlands" benannt werden, ist da schon fast etwas Alltägliches.


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 10. August 2016 12:57