Aktuelles

zurück

Stationenweg und Weltausstellung des Protestantismus

Planungen zum Reformationsjubiläum 2017 in ersten Umrisse erkennbar

"Am Anfang war das Wort." Dieses Zitat aus dem Johannesevangelium steht über einer am Donnerstag präsentierten Marketingkampagne, mit der die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Bund und die Länder auf das Reformationsjubiläum 2017 aufmerksam machen wollen. Erste Überlegungen dazu, wie das 500. Jubiläum des Thesenanschlags durch Martin Luther in Wittenberg gefeiert werden soll, wurden schon vor einigen Jahren angestellt.

Im September 2008 erfolgte der offizielle Start der Lutherdekade. Deren Konzept sieht Jahresthemen vor, die zum Reformationsjubiläum hinführen sollen. Auf das Calvinjahr (2009) folgten das Melanchthonjahr (2010) und das Jahr der Taufe (2011). An diesem Montag, dem Reformationstag, wird das nächste Themenjahr "Reformation und Musik" eröffnet, das mit dem 800-jährigen Bestehen der Leipziger Thomaner verknüpft ist.

In den Folgejahren sind als Themen "Reformation und Toleranz (2013), "Reformation und Politik" (2014), "Reformation und Bibel" (2015), sowie "Reformation und die Eine Welt" (2016) festgelegt, die zentrale reformatorische Grundeinsichten aufgreifen.

Erste Umrisse zeichnen sich auch bereits für das Jubiläumsjahr 2017 ab. Im Rat der EKD und der Kirchenkonferenz, der Vertretung der 22 Landeskirchen, wurden die Ideen und Themen für die geplanten Aktivitäten mehrfach in den zurückliegenden Monaten beraten.

Angedacht ist, dass das "Jubiläumsjahr 500 Jahre Reformation 1517" am 31. Oktober 2016 in Berlin eröffnet wird. Danach soll ein "Stationenweg" die verschiedenen Reformationsstädte in das Großereignis einbinden, bevor er Wittenberg erreicht. Reformationsorte liegen nicht nur in Mitteldeutschland, sondern auch in den alten Bundesländern und in europäischen Nachbarländern.

Eine besonders große Gottesdienstversammlung in direkter Nähe zu Wittenberg soll den bisherigen Überlegungen zufolge Ende Mai/Anfang Juni den Start für eine "internationale Weltausstellung des Protestantismus" markieren. Unter diesem vorläufigen Arbeitstitel sollen in und um die Lutherstadt an 95 Ausstellungsorten die von der Reformation in Gang gesetzten Entwicklungen in Religion, Kultur und Gesellschaft thematisiert werden: Bei dieser EXPO 2017 des Protestantismus erhalten zudem unterschiedliche Kirchen und lutherische Organisationen ein Forum, um die internationale Dimension des reformatorischen Glaubens vorzustellen.

Noch nicht spruchreif sind Erwägungen, ob der Deutsche Evangelische Kirchentag anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 in Berlin und Wittenberg veranstaltet wird. Neben einer gemeinsamen Interessenbekundung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gibt es für den Kirchentag 2017 auch Einladungen der westfälischen Kirche und der hannoverschen Landeskirche.

Zur Person

Wer war Philipp Melanchthon? Wie müssen wir ihn uns vorstellen? Als Theologe schrieb er die erste Systematik der neuen, reformatorischen Theologie.
Wunderkind hat man ihn gerufen und Martin Lutehr nannte ihn mit Vorliebe "den kleinen Griechen".

Spurensuche

Nicht nur in Deutschland hat Melanchthon seine Spuren hinterlassen und Kirche und Gesellschaft geprägt. Tipps und Hinweise für Reisen im Melanchthonjahr.

Bildung und Politik

Melanchthons Einflüsse auf Politik, Gesellschaft und Bildung sind auch heute noch deutlich erkennbar. Dass Gmynasien nach dem "Lehrer Deutschlands" benannt werden, ist da schon fast etwas Alltägliches.


EKD-Logo
Evangelische Kirche in Deutschland
Copyright ©2016 Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) | Datenschutz | Impressum
Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 10. August 2016 12:57