Biografische Daten

1497
Philipp wird am 16. Februar als Sohn des Waffenschmieds und kurpfälzischen Rüstmeisters Georg Schwarzerdt und seiner Frau Barbara in Bretten geboren

1508
Sein Vater und sein Großvater sterben kurz hintereinander. Philipp besucht die Lateinschule in Pforzheim. Sein Großonkel, der Humanist Johannes Reuchlin, übersetzt seinen Namen Schwarzerdt ins Griechische: "melan-chthon"

1509
Studium in Heidelberg

1512
Studium in Tübingen

1513
Magisterprüfung. Melanchthon wird Universitätslehrer

1518
Professur in Wittenberg. Bekanntschaft mit Martin Luther

1520
Heirat mit Katharina Krapp

1521
Die erste Ausgabe von Melanchthons "Loci communes", einer Zusammenfassung der evangelischen Glaubenslehre, erscheint

1522
Geburt der Tochter Anna

1525
Geburt des Sohns Philipp

1526
Geburt des Sohns Georg. Er stirbt mit 3 Jahren

1527
Melanchthon wirkt maßgeblich bei der Neuordnung der kirchlichen und schulischen Verhältnisse in Kursachsen mit

1530
Melanchthon schreibt das Augsburger Bekenntnis, die bis heute bedeutendste evangelische Bekenntnisschrift

1531
Geburt der Tochter Magdalena

1535
Bau des Melanchthonhauses in Wittenberg

1540
Erstes der im Frankfurter Anstand 1539 vereinbarten Religionsgespräche in Haguenau

1546
Luthers Tod. Schmalkaldischer Krieg. Flucht aus Wittenberg

1547
Melanchthon lehnt das "Augsburger Interim", einen Rekatholisierungsversuch des Kaisers mit kleinen Zugeständnissen, ab. Weil er jedoch für Moritz von Sachsen am "Leipziger Interim" mitwirkte (wonach in Sachsen zwar evangelische Glaubenslehren gelten sollten, römische Messe, Marienfeste und Fronleichnam beibehalten werden konnten), machen jüngere lutherische Theologen ihm Vorwürfe

1555
Augsburger Religionsfrieden (der Kaiser erkennt die Evangelischen auf Gebieten mit lutherischer Obrigkeit an)

1556
Vorerst letztes evangelisch-katholisches Religionsgespräch in Worms; Melanchthons Frau Katharina stirbt

1560
Melanchthon stirbt am 19. April und wird in der Schlosskirche zu Wittenberg neben Luther beigesetzt

Zur Person

Wer war Philipp Melanchthon? Wie müssen wir ihn uns vorstellen? Als Theologe schrieb er die erste Systematik der neuen, reformatorischen Theologie.
Wunderkind hat man ihn gerufen und Martin Lutehr nannte ihn mit Vorliebe "den kleinen Griechen".

Spurensuche

Nicht nur in Deutschland hat Melanchthon seine Spuren hinterlassen und Kirche und Gesellschaft geprägt. Tipps und Hinweise für Reisen im Melanchthonjahr.

Confessio Augustana

Confessio Augustana, so nennen Fachleute das Augsburger Bekenntnis, das in jedem Kirchengesangbuch abgedruckt ist. In ihm legte Melanchthon den evangelischen Glauben 1530 vor dem Reichstag zu Augsburg dar. Nur: Versteht jemand diese Erklärung heute noch?

Bildung und Politik

Melanchthons Einflüsse auf Politik, Gesellschaft und Bildung sind auch heute noch deutlich erkennbar. Dass Gmynasien nach dem "Lehrer Deutschlands" benannt werden, ist da schon fast etwas Alltägliches.


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Publikationsdatum dieser Seite: 2017-07-18